Diese süß-saure Sauce aus frischen oder gefrorenen Cranberries kombiniert Zucker und Wasser zu einer perfekt ausgewogenen Begleitung. Nach kurzem Kochen und optionalem Pürieren entsteht eine samtige Sauce, die sich hervorragend zu gebratenem Geflügel oder herzhaften Speisen eignet. Mit Orange und Vanille verfeinert, ist sie vielseitig und einfach in der Zubereitung, dabei vegan und glutenfrei.
Die Sauce kann stückig oder glatt serviert werden und passt besonders gut zu festlichen Mahlzeiten. Die leichte Säure der Cranberries harmoniert ideal mit süßen und würzigen Komponenten und bringt Frische auf den Teller.
Ich stand in der Küche meiner Tante und starrte auf eine Dose Cranberrysauce, die sie gerade geöffnet hatte. Die perfekte, geriffelte Form glitt auf den Teller, und ich war fasziniert. Jahre später wollte ich diesen Moment nachempfinden, aber mit frischen Cranberries und ohne Konservierungsstoffe. Das Ergebnis war besser als erwartet: süß, säuerlich und mit einer seidigen Textur, die an die Originaldose erinnert, aber so viel lebendiger schmeckt.
Als ich diese Sauce zum ersten Mal zu Thanksgiving servierte, war mein Schwager skeptisch. Er schwor auf die Dose aus dem Supermarkt. Doch nach dem ersten Bissen nickte er anerkennend und fragte, ob ich ihm das Rezept aufschreiben könnte. Seitdem bringe ich jedes Jahr zwei Portionen mit, eine glatte und eine mit ganzen Beeren.
Ingredients
- Frische oder gefrorene Cranberries: Ich bevorzuge frische, aber gefrorene funktionieren genauso gut und müssen nicht aufgetaut werden.
- Kristallzucker: Er löst sich schnell auf und sorgt für die richtige Süße, ohne den herben Geschmack der Cranberries zu überdecken.
- Wasser: Die Basis des Sirups, der die Beeren zum Platzen bringt und die Sauce bindet.
- Salz: Eine Prise hebt die Aromen und balanciert die Süße perfekt aus.
- Orangenschale: Optional, aber ein Hauch Zitrus verleiht der Sauce eine frische, festliche Note.
- Vanilleextrakt: Ein kleiner Schuss rundet den Geschmack ab und macht die Sauce noch samtiger.
Instructions
- Cranberries vorbereiten:
- Spüle die Beeren unter kaltem Wasser ab und entferne alle Stiele oder matschigen Exemplare. Frische Cranberries sollten fest sein und glänzen.
- Sirup kochen:
- Gib Wasser und Zucker in einen mittelgroßen Topf und erhitze alles bei mittlerer Hitze, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Rühre gelegentlich, damit nichts anbrennt.
- Cranberries hinzufügen:
- Füge die Beeren und das Salz hinzu, bei Bedarf auch die Orangenschale. Lass alles aufkochen und reduziere dann die Hitze.
- Köcheln lassen:
- Lass die Sauce 10 bis 12 Minuten unbedeckt köcheln, rühre ab und zu um. Die Beeren platzen von selbst und die Mischung wird dicker.
- Pürieren für glatte Textur:
- Wenn du die klassische, glatte Konsistenz willst, püriere die heiße Sauce mit einem Stabmixer oder in einem Standmixer, bis sie völlig gleichmäßig ist. Vorsicht, die Masse ist heiß.
- In Form gießen:
- Gieße die Sauce in eine leicht geölte Dose oder eine Kastenform. So bekommst du die typische Form, die du in Scheiben schneiden kannst.
- Abkühlen und kühlen:
- Lass die Sauce auf Raumtemperatur abkühlen und stelle sie dann mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank. Sie wird fest und behält ihre Form beim Stürzen.
- Stürzen und servieren:
- Fahre mit einem dünnen Messer am Rand entlang und stürze die Sauce auf einen Teller. In Scheiben schneiden und gekühlt genießen.
Ich erinnere mich an den Abend, als meine Nichte zum ersten Mal die gestürzte Sauce sah. Sie lachte und nannte sie einen roten Wackelturm. Seitdem ist es Tradition, dass sie mir beim Stürzen hilft, und wir zählen gemeinsam bis drei, bevor wir die Form abheben.
So gelingt die perfekte Konsistenz
Die Sauce dickt beim Abkühlen noch deutlich nach, also koch sie nicht zu lange ein. Wenn sie im Topf leicht sirupartig ist, reicht das völlig. Falls sie dir nach dem Kühlen zu fest ist, rühre einfach einen Esslöffel Wasser unter, bevor du sie servierst.
Variationen und Geschmacksideen
Für eine fruchtigere Note kannst du einen Schuss Zitronensaft hinzufügen oder die Orangenschale durch Zimtstange ersetzen. Wenn du ganze Beeren magst, überspringe einfach das Pürieren und lass die Sauce so, wie sie ist. Ich habe auch schon gehackte Walnüsse untergerührt, das gibt einen schönen Crunch.
Aufbewahrung und Verwendung
Die Sauce hält sich im Kühlschrank bis zu einer Woche und lässt sich auch wunderbar einfrieren. Ich friere sie gerne in kleinen Portionen ein, so habe ich immer etwas griffbereit. Sie passt nicht nur zu Truthahn, sondern auch zu Schweinebraten, auf Sandwiches oder sogar als Topping für Joghurt.
- Verwende sie als Brotaufstrich für Reste vom Festtagsbraten.
- Mische sie mit Frischkäse für einen schnellen Dip.
- Serviere sie zu Käseplatten, besonders zu cremigem Brie oder scharfem Cheddar.
Diese Cranberrysauce ist mehr als nur eine Beilage, sie ist ein Stück Erinnerung an gemeinsame Essen und lachende Gesichter am Tisch. Ich hoffe, sie wird auch bei dir zu einem festen Bestandteil deiner Feiertage.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Wie wird die Sauce besonders glatt?
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Durch Pürieren mit einem Stab- oder Standmixer nach dem Kochen wird die Sauce samtig und ohne Stücke.
- → Kann ich gefrorene Beeren verwenden?
-
Ja, gefrorene Cranberries eignen sich genauso gut und müssen nicht aufgetaut werden vor dem Kochen.
- → Welche Aromen passen gut dazu?
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Orangenschale, Vanilleextrakt und ein Hauch Salz heben die Süße und Säure der Sauce hervor.
- → Wie lange hält sich die Sauce im Kühlschrank?
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Gut abgedeckt bleibt sie bis zu einer Woche frisch und behält dabei ihren Geschmack.
- → Kann ich die Süße anpassen?
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Ja, reduzieren Sie einfach die Zuckermenge nach Geschmack für mehr Säure oder Süße.