Dieser warme Apfelstrudel begeistert mit einer Füllung aus dünn geschnittenen säuerlichen Äpfeln, süßen Rosinen und aromatischem Zimt. Eingewickelt in mehrere Schichten feinen Blätterteigs und mit Butter bestrichen, entsteht eine knusprige Teighülle, die im Ofen goldbraun gebacken wird. Für den perfekten Genuss wird der Strudel leicht abgekühlt und mit Puderzucker bestäubt serviert. Dieses traditionelle Gericht vereint harmonische Aromen und eignet sich ideal als süßer Abschluss eines Essens.
Die Zubereitung erfordert etwa 30 Minuten, das Backen weitere 40 Minuten. Optional können gehackte Nüsse oder getrocknete Früchte die Füllung bereichern. Serviervorschläge sind Vanillesauce, Schlagsahne oder Vanilleeis, die ergänzend den Genuss abrunden.
Ich habe diesen Apfelstrudel zum ersten Mal an einem verregneten Herbstnachmittag gebacken, als die Küche nach Zimt duftete und ich eigentlich gar keine Lust auf komplizierte Rezepte hatte. Aber dann lag der Strudelteig vor mir, und ich dachte mir: Versuch es einfach. Das Ergebnis war eine goldbraune Rolle, die beim Anschneiden dampfte und nach warmem Apfel und Butter roch. Seitdem backe ich ihn immer, wenn Besuch kommt oder wenn ich mir selbst etwas Gutes tun will. Es ist ein Rezept, das nach Gemütlichkeit schmeckt.
Ich erinnere mich noch genau, wie meine Nachbarin beim ersten Probieren die Augen geschlossen und geseufzt hat. Sie sagte, es würde sie an ihre Kindheit in Wien erinnern, obwohl ich nie dort war. Solche Momente zeigen mir, dass Essen mehr ist als nur Zutaten und Hitze. Es verbindet uns mit Erinnerungen, Orten und Menschen, die wir lieben.
Zutaten
- 5 mittelgroße säuerliche Äpfel (z. B. Granny Smith), geschält, entkernt und dünn geschnitten: Die Säure der Äpfel gleicht die Süße perfekt aus, und dünne Scheiben garen gleichmäßig durch.
- 100 g Zucker: Nicht zu viel, damit der Apfelgeschmack im Vordergrund bleibt.
- 60 g Rosinen: Sie saugen sich mit Saft voll und werden herrlich weich.
- 1 TL gemahlener Zimt: Das Herzstück des Gewürzaromas, ohne ihn wäre es nicht dasselbe.
- 1/2 TL gemahlene Muskatnuss: Verleiht eine warme, leicht nussige Tiefe.
- 30 g gehackte Walnüsse oder Mandeln (optional): Ich verwende sie fast immer, weil sie dem Ganzen Biss geben.
- 1 EL Zitronensaft: Verhindert, dass die Äpfel braun werden, und bringt Frische.
- 1 TL Zitronenabrieb: Ein kleines Detail, das große Wirkung zeigt.
- 1 Packung (ca. 250 g) aufgetauter Filoteig (oder selbstgemachter Strudelteig): Filoteig ist dünn und wird herrlich knusprig, man muss nur vorsichtig damit umgehen.
- 90 g ungesalzene Butter, geschmolzen: Sie macht den Teig goldbraun und aromatisch.
- 40 g feine trockene Semmelbrösel: Saugen überschüssige Feuchtigkeit auf, damit der Boden nicht durchweicht.
- Puderzucker, zum Bestäuben: Der letzte Schliff, der den Strudel wie aus der Konditorei aussehen lässt.
Anleitung
- Ofen vorheizen:
- Heize den Ofen auf 190 °C vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus. So klebt nichts fest, und die Reinigung wird zum Kinderspiel.
- Füllung vorbereiten:
- Vermische in einer großen Schüssel die Apfelscheiben, Zucker, Rosinen, Zimt, Muskatnuss, Nüsse, Zitronensaft und Abrieb gründlich. Die Mischung duftet schon jetzt unwiderstehlich.
- Teig schichten:
- Lege ein sauberes Geschirrtuch auf die Arbeitsfläche und breite ein Blatt Filoteig darauf aus. Bestreiche es dünn mit geschmolzener Butter und streue eine dünne Schicht Semmelbrösel darüber. Wiederhole das mit 5 bis 6 Blättern, bis du eine stabile Basis hast.
- Füllung auftragen:
- Verteile die Apfelmischung gleichmäßig entlang einer langen Kante des Teigs und lasse rundherum einen Rand frei. Nicht zu viel Füllung auf einmal, sonst wird es beim Rollen chaotisch.
- Rollen:
- Nutze das Geschirrtuch, um den Teig vorsichtig über die Füllung zu rollen, und schlage die Enden dabei ein, sodass eine feste Rolle entsteht. Lege sie mit der Naht nach unten auf das Backblech.
- Bestreichen und backen:
- Bestreiche die Oberseite mit der restlichen Butter und backe den Strudel 35 bis 40 Minuten, bis er goldbraun und knusprig ist. Der Duft wird deine Küche komplett einnehmen.
- Abkühlen und servieren:
- Lasse den Strudel etwas abkühlen, bestäube ihn mit Puderzucker und schneide ihn in dicke Scheiben. Serviere ihn warm, am besten noch leicht dampfend.
Einmal habe ich den Strudel für einen Sonntagsbrunch gemacht, und meine Schwester hat ihn mit Vanillesoße gegessen, während sie noch im Pyjama am Tisch saß. Sie meinte, so müsse sich Sonntag anfühlen. Seitdem backe ich ihn öfter, einfach weil er solche Momente schafft.
Variationen und Anpassungen
Du kannst eine Handvoll gehackte getrocknete Aprikosen oder Cranberrys zur Füllung geben, das bringt eine fruchtige Süße mit leichter Säure. Manche Leute ersetzen den Filoteig durch Blätterteig, was schneller geht und trotzdem lecker ist. Ich habe auch schon Birnen statt Äpfel verwendet, das Ergebnis war überraschend gut.
Serviervorschläge
Warm serviert mit einer Kugel Vanilleeis ist der Strudel ein Traum, weil das Eis langsam in die Füllung schmilzt. Vanillesoße oder Schlagsahne passen ebenfalls perfekt. Manchmal reicht aber auch einfach eine Tasse starker Kaffee daneben, und der Tag ist gerettet.
Aufbewahrung und Reste
Der Strudel schmeckt frisch am besten, aber du kannst ihn abgedeckt im Kühlschrank bis zu zwei Tage aufbewahren. Wärme ihn vor dem Servieren im Ofen bei niedriger Hitze auf, damit er wieder knusprig wird. Mikrowelle funktioniert auch, aber dann wird der Teig etwas weich.
- Einfrieren geht auch, schneide ihn in Portionen und taue sie bei Bedarf auf.
- Reste eignen sich hervorragend als Frühstücksgebäck mit Kaffee.
- Falls der Teig weich wird, röste ihn kurz im Ofen nach.
Dieser Strudel ist mehr als nur ein Dessert, er ist ein Stück Wärme auf dem Teller. Backe ihn, teile ihn, und genieße die Momente, die er schafft.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Welche Apfelsorte eignet sich am besten?
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Herbe Sorten wie Granny Smith sorgen für eine ausgewogene Säure und halten ihre Form beim Backen gut.
- → Kann man den Strudel vorbereiten und später backen?
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Ja, man kann ihn rollen und im Kühlschrank aufbewahren, bevor er frisch gebacken wird.
- → Wie wird die Füllung besonders saftig?
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Die Zugabe von Zitronensaft und Zimt intensiviert den Geschmack und verhindert, dass die Äpfel zu trocken werden.
- → Welcher Teig eignet sich am besten?
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Feinblättriger Strudelteig oder Filoteig sorgen für eine zarte und knusprige Hülle.
- → Wie vermeidet man klebrige oder feuchte Strudel?
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Eine dünne Schicht Semmelbrösel auf dem Teig absorbiert überschüssige Flüssigkeit der Füllung.
- → Welche Beilagen passen gut zum Apfelstrudel?
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Vanillesauce, Schlagsahne oder Vanilleeis passen hervorragend und ergänzen die Aromen wunderbar.